Warum wirkt TIR TRAINING?

 

TIR® baut auf Erkenntnisse der Biologie und der Psychologie: Bei der Berührung von Körperregionen werden die Peptid-hormonellen Reaktionen der Zellen derart aktiviert, dass das Stresshormon Cortisol reduziert, die Produktion des Bindungshormons Oxytocin angeregt und das autonome Nervensystem über weitere Prozesse (z. B. Einfluss auf die Atmung) reguliert wird (Rezeptor-Peptid- Kommunikation, Pert 1985; Rezeptor-Effektor-Komplex, Lipton 1992, 2006; Herz-Rhythmus-Variabilität (HRV), Bradley, Appelhans & Lücken 2006).

Die Herz-Rhythmus-Variabilität (HRV) kann als Indikator für den Zustand der autonomen Nervensystem-Komponenten Sympathikus und Para-Sympathikus herangezogen werden. Auch über unsere Atmung können wir unsere HRV beeinflussen: Durch das Ausatmen verlangsamen wir, durch das Einatmen beschleunigen wir unsere Herzfrequenz. Hierüber kann die Variabilität des Herzrhythmus beeinflusst werden. Diese biologischen Vorgänge bilden eine Körpereigene Vorgabe, die als Respiratorische Sinus-Arhythmie (RSA) bezeichnet wird. Diese ist eine Hauptkomponente der Herz-Rhythmus-Variabilität und ermöglicht so die optimierte Regulation des autonomen Nervensystems (Sympathikus/ Para-Sympathikus). Die Balance des Nervensystems ist Ziel und Ergebnis einer erfolgreichen Emotionsregulation und verhilft zu einem optimierten Umgang mit negativen Emotionen (Stress).

Mit dieser emotionalen Balance geht neben die Stärkung der Stressresistenz, die Stärkung des Selbstwertes sowie des Lern- und Konzentrationsvermögens einher.

Die Psychologie liefert im Rahmen der Emotionsforschung ebenfalls vielfältige Erklärungen und Ansätze (Greenberg 2006) zur effektiven Regulation von Emotionen. Diese betreffen hauptsächlich die Erarbeitung, das Erleben, die Reflexion und den Ausdruck von Emotionen (vgl. Temoshok 1992 u.v.a.m.). Nummenmaa et al. (2013) gelang mit dem EMBODY TOOL® der Nachweis von Emotionen in verschiedenen Körperregionen. Die daraus abgeleiteten Emotionskarten des Körpers bergen noch ungeahnte Implikationen auch für die praktische – und körperorientierte – Arbeit mit Emotionen.

Letztlich die Forschung um die Tiergestützte Intervention liefert immer mehr Hinweise (vgl. Julius et al. 2014) für biologische, psychologische und soziale Wirkeffekte (Nestmann 1985).